Einführung in die Konstruktion für additive Fertigungsverfahren

Hinterschneidungen vermeiden

Hinterschneidungen bedeuten immer Mehraufwand in der Fertigung und Nachbearbeitung.​  Als Hinterschneidung werden an Bauteilen Absätze und Stege bezeichnet, die so hervorstehen, dass dahinter Räume entstehen. Die Räume haben konstruktiv ihre Berechtigung, wirken sich aber negativ auf die Entnahme und Reinigung des Bauteils aus.

Hier ein paar Beispiele:

Das Bauteil lässt sich schwieriger entnehmen, da sich hinter den Hinterschneidungen Pulver befindet. Die Reinigung ist aufwändiger, da loses Material in Ecken und Kanten besonders gut anhaftet. Gleiches gilt für die weitere Oberflächenbearbeitung. Beschichtungen werden an diesen Stellen entweder ungenügend oder angehäuft ausgeführt. 

3D-Druckverfahren ermöglichen die Herstellung von komplexen Modellen mit​ Hinterschneidungen die dann jedoch durch Stützkonstruktionen gehalten werden müssen.​ Auch wenn Sie Hinterschneidungen aus verschiedenen Gründen nicht verhindern können, sollten Sie daher auch bei additiv gefertigten Bauteilen schon beim Entwurf Ihres Werkstücks Hinterschneidungen möglichst vermeiden und verringern.



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