Additive Fertigungsverfahren
Historie und Prinzip der Additiven Fertigung
Bereits in den 1980er Jahren nutzten japanische Forscher UV-Licht, um lichtempfindliche flüssige Polymere zu verfestigen. 1986 ließ sich der US-Amerikaner Charles W. Hull die folgende Methode patentieren: „Herstellen von dreidimensionalen Bauteilen durch das aufeinanderfolgende „Drucken“ dünner Schichten aus einer Flüssigkeit, die durch ultraviolettes Licht härtet“ – das erste patentierte additive Fertigungsverfahren.

Als die Patente im Jahr 2000 ausliefen, etablierten sich in diesem Bereich schnell weitere Verfahrensvarianten. Die Fertigungsanlagen wurden kleiner, günstiger und das Angebot an Werkstoffen vergrößerte sich. Dadurch stieg auch die Nachfrage und das Verfahren fand Zugang zu fast allen Branchen der Industrie und des Handwerks.
Nach DIN EN ISO/ASTM 52900 werden heute alle additiven Fertigungsverfahren folgendermaßen definiert:
„Fertigungsverfahren, bei dem das Werkstück element- oder schichtweise aufgebaut wird.“
Basierend auf diesem Grundprinzip wurden seit den 80er Jahren weitere additive Verfahren entwickelt, die in den folgenden Kapiteln vorgestellt werden. Auf der nächsten Seite finden Sie eine Übersicht.
