Post-Processing für additive Fertigungsverfahren
Welche Nachbearbeitungsmöglichkeiten gibt es?
Für die Nachbearbeitung sind die Fertigungsverfahren der DIN 8580 aus den Hauptgruppen
- Trennen (Schleifen, Beizen, Ätzen...)
- Beschichten (Streichen, Spritzen, Galvanisieren...)
- Stoffeigenschaften ändern (Härten, Umschmelzen...)
relevant.
Durch spanende oder nicht spanende Trennverfahren wird in der Regel die Oberflächenrauheit verringert. Dadurch verbessert sich im Wesentlichen:
- Haptik
- Gleiteigenschaften
- Optik (z.B. Glanz)
Das Glätten ist kein Fertigungsverfahren nach DIN 8580, wird aber in der Additiven Fertigung als eigenständiges Verfahren gelistet. Bei fast allen Glättungsverfahren wird etwas Material abgetragen, deshalb wird das Glätten dem Trennen zugeordnet. Durch das Glätten, mechanisch, physikalisch oder chemisch, werden ähnliche Oberflächengüten wie beim Trennen oder Beschichten erreicht.
Durch das Beschichten können weitere Änderungen erreicht werden:
- Chemische Beständigkeit
- Physikalische Beständigkeit
- Optische Änderungen (Farbe, Glanz...)
Die Änderung der Stoffeigenschaften erzeugt die benötigten mechanischen Eigenschaften an Funktionsflächen (z.B. eine nachgelagerte Randschichthärtung mittels Laser) oder im gesamten Bauteil (z.B. im Falle des Spannungsarmglühens).