Post-Processing für additive Fertigungsverfahren

Bauteil waschen

Das durch ein badbasiertes Verfahren gedruckte Objekt muss anschließend unter Verwendung eines Lösungsmittels (üblicherweise Isopropylalkohol (IPA), auch Isopropanol genannt) gereinigt werden, um den anhaftenden Überschuss an nichtverfestigtem Harz zu entfernen. Der Zeitpunkt des Entfernens der Stützkonstruktionen richtet sich meist nach Bauteilgröße und -konstruktion.

Um eine sehr gute Oberfläche zu erzielen, sollten die Bauteile drei Schritte durchlaufen:

  1. Vorwaschgang: Schwenken des Bauteiles in IPA, um grobe Anhaftungen zu lösen.
  2. Hauptwaschgang: Waschen des Bauteils in einer Waschstation, Ultraschall oder Magnetrührer.
  3. Spülen: Abspülen des Bauteils mit frischem IPA, um eine glatte Oberfläche zu erhalten.

Es muss nicht immer IPA sein. Für die gebräuchlichen Harze genügt auch das kostengünstigere Bioethanol oder Brennspiritus.

Arbeitserleichternd ist der Einsatz einer Waschstation, in der das Bauteil in einem Waschkorb in die Waschlösung eingehängt wird.

Das sichere Arbeiten wird im Modul HSE in der Additiven Fertigung behandelt.

Reinigen interner Kanäle und Hohlräume

Während eines Drucks kann Harz in kleinen Hohlräumen eingeschlossen bleiben. Dies ist besonders beim Drucken interner Kanäle, wie sie in millifluidischen und mikrofluidischen Geometrien vorkommen, häufig der Fall.

Durch Spülen der Kanäle mit frischem IPA (mind. 90 %ig) wird eingeschlossenes Harz gelöst. Anschließendes Ausspritzen mit Luft entfernt verbliebene Rückstände.

Arbeitsschritte

  1. Konstruktionsplattform auf einer Haltevorrichtung platzieren
  2. Kanäle mit einer Spritze und frischem IPA spülen
  3. Wenn vorhanden, Bauteil in eine Waschstation hängen und ca. zehn Minuten waschen
  4. Erneutes Füllen der Kanäle mit IPA
  5. Entfernen der Konstruktionsplattform
  6. Waschen des Bauteils in einem Waschkorb
  7. Reinigen mit Druckluft



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