Post-Processing für additive Fertigungsverfahren

Trennen der Stützstrukturen

Notwendig bei allen Verfahren außer PBF mit Kunststoffen und DED

Entfernen von Stützkonstruktionen (händisch)

Bei Bauteilen (der badbasierten Polymerisation), die einer UV-Behandlung unterzogen werden, ist es empfehlenswert, die Stützen erst nach der Aushärtung zu entfernen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Bauteile dann unter der Wärmeeinwirkung ohne die Stabilisation der Stützkonstruktionen noch verformen könnten.

Je nach Bauteilgröße und Bauteilwerkstoff/Bauteilkonstruktion eignen sich Zangen, Seitenschneider, Messer, Trennschleifer oder in der vollautomatisierten Produktion auch Laser.

Funktionsflächen haben besondere Aufgaben und werden in der Regel zusätzlich mechanisch nachbearbeitet.

Bei Bauteilen aus Metall, die einer anschließenden Wärmebehandlung unterzogen werden, ist es empfehlenswert, die Stützen erst nach dem Glühen zu entfernen. Es besteht die Gefahr, dass sich die Bauteile dann unter der Wärmeeinwirkung - ohne die Stabilisation durch die Stützkonstruktionen - noch verformen können.

Geeignete Werkzeuge in unterschiedlichen Größen sind:

  • Winkelschleifer mit den entsprechenden Trenn- und Schleifscheiben
  • Sägen
  • Zangen
  • Schleifpapier

Maßnahmen zum Gesundheitsschutz (PSA), wie das Tragen einer Feinstaubmaske, einer Schutzbrille, Handschuhe und Schutzkleidung sind Vorschrift.

Werden für die Stützstrukturen und das Werkstück unterschiedliche Materialien verwendet, die sich beim Sintern nicht verbinden, dann lassen sich die Stützen leicht abbrechen. Diese Methode hat sich „Desktop Metal“ in den USA patentieren lassen.

Werkzeuge zum Entfernen von Stützkonstruktionen

Sind die gefertigten Bauteile aus Metall, gar aus Stahlwerkstoff, liegt es auf der Hand, dass auch die Stützkonstruktionen eine hohe Festigkeit aufweisen und deshalb auch schwer zu entfernen sind.

Je nach Größe des Bauteils werden durch Handarbeit mit entsprechenden Werkzeugen die Stützkonstruktionen entfern. Eine automatisierte Bearbeitung wäre nur denkbar bei absolut identischen Serienteilen. Gebräuchliche Werkzeuge sind: Einhandwinkelschleifer, Fräser, Bohrer, Feile, Säge.

Bei der händischen Arbeit mit elektrisch oder pneumatisch angetriebenen Trenn- und Schleifwerkzeugen werden kleine Metallpartikel abgelöst und sehr stark beschleunigt. Sie stellen eine Gefahr für die Gesundheit der arbeitenden Person dar. Die abgelösten Partikel verletzen durch ihre hohe Geschwindigkeit Auge und Haut und werden auch eingeatmet. Deshalb ist es notwendig mindestens Mund- und Augenschutz zu tragen.



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