Post-Processing für additive Fertigungsverfahren

Oberflächenbehandlung von Metallbauteilen (auch möglich bei stabilen Kunststoffteilen)

Eine effiziente mechanische Reinigungsmethode ist das Sandstrahlen:

Glasperlenstrahlen, Sandstrahlen, Kugelstrahlen sowie Strahlen mit Naturstoffen (wie Nussschalengranulat) verleiht den Bauteilen strukturierte und 
satinierte Oberflächen. Dadurch können Anforderungen an Optik und Funktion der Oberfläche erfüllt werden.

Druckluft strömt durch das Handstück und reißt durch einen zweiten
Anschluss das Strahlgut aus dem Vorratsbehälter (Injektorprinzip).
Die Größe und die Art des Strahlgutes so wie der Druck muss 
auf den Werkstoff des Bauteils abgestimmt sein.

Eine weitere mechanische und effiziente Reinigungsmethode ist das Bürsten:

Die wohl verbreitetste Anwendung ist das Entgraten. Festsitzende Grate werden durch das Bürsten effizient entfernt (Entgraten). Zudem wird die Beschaffenheit von Kanten mit dem Verfahren verbessert.

Das Verfahren lässt sich auch automatisieren. Die Bauteile werden in die Anlage geleitet und mit speziellen Bürsten und Polierpasten bearbeitet. Dabei wird die Rauheit auf den Werkstückoberflächen reduziert und aufpoliert.

Bei metallischen Bauteilen kann unter Verwendung bestimmter Bürsten die Oberflächenstruktur verändert, die Rauheit reduziert und die typische Bürstenoptik erzielt werden.

Ebenfalls eine mechanische Oberflächenbearbeitung ist das Polieren. Das händische Polieren ist für größere Einzelstücke sinnvoll. Zu den Arbeitsschritten gehören grob, mittel und fein Schleifen, der anschließende Polierschliff wird mit Paste ausgeführt. Schleifspuren werden vermieden, indem die Abstufungen der Körnungen feiner gewählt werden. Außerdem sollte mit wenig Druck gearbeitet und der Schleifstaub zwischendurch entfernt werden.

Das Verfahren eignet sich auch für Bauteile aus transparentem Kunststoff. Beispielsweise Drucke aus Polypropylen und das Photopolymer (Kunstharz, Resin) sind naturgemäß transparent. Sie eignen sich hervorragend zur Darstellung von Details im Inneren des Bauteils. Voraussetzung ist allerdings das Polieren der Oberfläche nach dem Druck.



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