Post-Processing für additive Fertigungsverfahren
Beschichten - Allgemeine Grundlagen
Nach DIN 8580 ist Beschichten das Aufbringen einer fest haftenden Schicht aus formlosem Stoff auf ein Werkstück ohne wesentliche Änderung der Geometrie des Werkstücks.
Das Beschichten dient dazu, einer Oberfläche einen Schutzfilm oder eine dekorative Beschichtung aufzubringen. Es wird im Allgemeinen verwendet, um eine Oberfläche vor Korrosion, Verschleiß und Abnutzung zu schützen, ihre Leistung zu verbessern (zum Beispiel thermische Beständigkeit oder elektrische Isolation), ihre Optik zu verbessern oder ihre Lebensdauer zu verlängern. Beschichtungen können auch verwendet werden, um eine weiche, glatte Oberfläche zu erzeugen, die leicht zu reinigen ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für das Beschichten:
- Beschichtungen auf Basis von organischen Bindemitteln (z.B. Lack, Kunststoff, Harze)
- Beschichtungen durch Metallisierung (z.B. galvanisches Verzinken, Aluminiumbeschichtung)
- Beschichtungen durch thermische Verfahren (z.B. thermisches Spritzen oder thermisches Aufschmelzen)
- Beschichtungen durch chemische Verfahren (z.B. Galvanisieren, Anodisieren, Phosphatieren)
- Beschichtungen auf Basis von anorganischen Bindemitteln (z.B. Glas, Keramik)
Für die Beschichtung gibt es in der DIN 8580 fünf Hauptgruppen. Dort werden die Verfahren unterschieden nach dem Zustand des Beschichtungsstoffes vor dem Beschichten. Da die Beschichtung ein eigenes Modul füllen könnte und hier kein Schwerpunkt sein soll, führen wir auf den folgenden beiden Seiten einige Beschichtungsverfahren aus dem festen Zustand und aus dem flüssigen Zustand beispielhaft auf.
