HSE in der additven Fertigung
Prozessspezifische Gefährdungen
An jeder Stelle in der Prozesskette der Additiven Fertigung sind Gefährdungen der Mitarbeitenden denkbar. Vom Umgang mit Gefahrstoffen bei der Vorbereitung der Anlage für den Druck und dem Ausbauen der Bauteile über den eigentlichen Bauprozess, in dem prozessspezifische Emissionen auftreten können, bis hin zur Bauteilnachbearbeitung müssen alle Tätigkeiten beurteilt werden.
Die genauen prozessspezifischen Gefährdungen und erforderlichen Maßnahmen variieren je nach dem spezifischen 3D-Druckverfahren und den verwendeten Materialien. Daher ist es wichtig, eine Gefährdungsbeurteilung und geeignete Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit vom jeweiligen Druckprozess durchzuführen. Mögliche prozessspezifische Gefährdungsfaktoren sind zum Beispiel:
- heiße Oberflächen
- Teile mit gefährlichen Oberflächen wie Grate, scharfe Kanten
- UV-/Laser-/Elektronenstrahlen
- Gefahrstoffe
- Brand- und Explosion
- Bewegte Maschinenteile
Kann eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden, sind in einer Risikobeurteilung anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenschwere Maßnahmen abzuleiten, um die Gefährdung zu minimieren.
